Komplementärtherapie – was ist das?
In der Schweiz werden unterschiedliche Methoden unter dem Begriff Komplementärtherapie zusammengefasst. Es gibt eine eidgenössische Prüfstelle, die die Qualität der Komplementärtherapie sicherstellt. Dadurch werden diese Methoden in der Schweiz von den meisten Zusatzversicherern gedeckt.
Gemeinsam ist den Methoden, dass sie sich als ganzheitlich und körperzentriert verstehen. Sie basieren primär auf anderen Modellen der Entstehung von Beschwerden und deren Lösung als jene der Schulmedizin.
Besonderheiten der Komplementärtherapie
Im Unterschied zu schulmedizinischen Methoden oder klassischer Psychotherapie wird in der Komplementärtherapie (oder in meinem Fall konkret in der Atemtherapie) fast nie nur geredet. Dafür wird der Körper als Ressource viel stärker ins Zentrum gestellt. Körpergedächtnis und Körperwahrnehmung, Imaginationen und emotionale Tiefe sind wichtige Grundpfeiler der Komplementärtherapie.
Als Komplementärtherapeutin stelle ich keine Diagnose. Ich gebe auch keine Mittel oder Empfehlungen zur Lebensführung ab. Komplementärtherapie ist absolut individuell und arbeitet nicht nach standardisiertem Verfahren. Das heisst, jede Person ist einzigartig und jeder Weg zur Lösung oder zur Veränderung ist dadurch ganz unterschiedlich.
Die Komplementärtherapie grenzt sich von vielen anderen Therapiemethoden dadurch ab, dass sie die Klient:innen als selbstkompetente, aktive Mitgestaltende des Therapieprozesses ins Zentrum stellt.
Methoden
Zur Komplementärtherapie gehören neben der Atemtherapie zum Beispiel Methoden wie Shiatsu, Polarity, Yoga, Kinesiologie, Craniosacral und noch viele mehr. Mehr Infos dazu finden sich auch unter OdaKT.
Übrigens
2021 und 2024 wurde durch das EMR der KAM-Bericht durchgeführt. Dieser zeigt, inwiefern komplementär- und alternativmedizinische Methoden in der Schweiz zum Einsatz kommen und wie deren Wirksamkeit durch die Bevölkerung eingeschätzt wird. Der aktuelle Bericht von 2024 kann hier nachgelesen werden. Ausserdem gibt es unter diesem Link ein informatives Booklet rund um das Thema Komplementärtherapie.
Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten
Dieser Ansatz kann für Beschwerden, bei denen die Schulmedizin an ihre Grenzen stösst wirksame Impulse setzen.
Bei akuten Schmerzen/Beschwerden oder auch chronischen Anliegen, die bisher nicht schulmedizinisch beurteilt oder behandelt wurden, ist immer auch eine entsprechende Fachperson hinzuzuziehen. Komplementärtherapie versteht sich eben wirklich als komplementär, also ergänzend zur Schulmedizin.
