Meine therapeutische Haltung

Ich verstehe mich als Körpertherapeutin. Körpertherapie klingt jedoch sehr therapeutisch, weshalb ich in meiner Praxis gerne den Begriff der Körperarbeit unterstreiche.

Beide Begriffe sind eng miteinander verwoben. Oftmals wird unter Körpertherapie eine stärkere Verbindung des körperlichen Erlebens mit psychischen oder emotionalen Prozessen verstanden, wohingegen mit Körperarbeit auch sehr allgemeine Übungen wie Atemübungen/Yoga oder ähnliches gemeint sein können.
In meiner Praxis biete ich beides an, je nach Fokus/Wunsch des:der Klient:in.

Nicht Arbeit am Menschen, sondern mit dem Menschen

Beim Wort Therapie denken die meisten an ein Setting, bei dem die Therapeut:in etwas mit der Klient:in macht, sie therapiert. Dieses Bild läuft meinem Verständnis von therapeutischem Setting komplett zuwider. Es ist ein der Komplementärtherapie innewohnendes Prinzip, dass ich als Therapeutin nicht weiss, was die Klient:in braucht. Der Prozess gestaltet sich aus dem Erleben und den Anliegen der Klientin heraus. Die Klient:in macht. Als Therapeutin begleite ich lediglich.

Nachhaltigkeit

Gleichzeitig strebe ich für meine Klient:innen natürlich nachhaltige Entwicklungsprozesse an, was auch meistens einem ausdrücklichen Wunsch entspricht. Deshalb wird die Bewusstmachung des Erlebten und das in den Kontext setzen oft gezielt betont. Nach der oben genannten Definition befindet man sich damit sehr schnell bei der Körpertherapie.
Ich verwende dafür auch gerne den Begriff prozesszentriert. Das bedeutet, es passiert etwas, worauf man aufbaut und was im besten Fall nachhaltig integriert werden kann und darf. So geschieht im besten Fall Veränderung oder Entwicklung.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Begriff Körpertherapie.

Besonderheit der Komplementärtherapie

Die Komplementärtherapie grenzt sich von vielen anderen Therapiemethoden gerade dadurch ab, dass sie die Klient:innen als selbstkompetente, aktive Mitgestaltende des Therapieprozesses ins Zentrum stellt.

Als Komplementärtherapeutin stelle ich keine Diagnose. Ich gebe auch keine Mittel oder Empfehlungen zur Lebensführung ab. Ich unterstütze meine Klient:innen auf dem Weg, ihr in ihnen selbst innewohnendes Potential zu entfalten. Die Komplementärtherapie geht davon aus, dass der Weg zu einer Verbesserung der eigenen Situation oder zur Reduktion von Beschwerden in der betroffenen Person selbst angelegt ist.

Komplementärtherapie ist absolut individuell und arbeitet nicht nach standardisiertem Verfahren. Das heisst, jede Person ist einzigartig und jeder Weg zur Lösung oder zur Veränderung ist dadurch ganz unterschiedlich.

Das bedeutet, es braucht die Selbstkompetenz der Klient:in, um diesen (eben ihren) Weg gemeinsam zu beschreiten. Manchmal kann es zu Beginn der Therapie zentral sein, eben diesen Zugang zur Selbstkompetenz wieder zu erlangen. Seien sie also nicht eingeschüchtert, wenn sie denken «ich weiss doch gar nicht, was ich brauche». Genau darum kann es gehen: das herauszufinden.

Hier finden sich nähere Informationen zu der Methoden Atemtherapie, welche ich in meiner Praxis anwende.