Komplementärtherapie – was ist das?
Komplementäre Therapieformen sind ein breites Spektrum an Methoden, die primär auf anderen Modellen der Entstehung von Beschwerden und deren Lösung basieren als jene der Schulmedizin. Dabei ist besonders ein ganzheitlicher, körperzentrierter Ansatz zentral.
In der Schweiz wird Komplementärtherapie von den meisten Zusatzversicherern gedeckt.
Unterschiede zur Schulmedizin
Im Unterschied zu schulmedizinischen Methoden oder klassischer Psychotherapie wird in der Komplementärtherapie (oder in meinem Fall konkret in der Atemtherapie) fast nie nur geredet und es werden auch keine Medikamente verschrieben. Dafür wird der Körper als Ressource viel stärker ins Zentrum gestellt. Körpergedächtnis und Körperwahrnehmung, Imaginationen und emotionale Tiefe sind wichtige Grundpfeiler der Komplementärtherapie.
Ganzheitlicher Ansatz
Das heisst, das Anliegen, welches ein:e Klient:in mitbringt, wird immer von verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, im weitesten Sinne in einen ganzheitlichen Kontext gestellt. Gerade bei Problemen, bei denen die Schulmedizin an Grenzen stösst (seien es chronische Beschwerden, Schmerzen, Stress, Körperbildstörungen und so weiter), können die komplementärtherapeutischen Methoden Impulse setzen, die Bewegung in das System bringen und im besten Fall zu dessen Lösung (oder Veränderung) beitragen.
Bei akuten Schmerzen/Beschwerden oder auch chronischen Anliegen, die bisher nicht behandelt wurden, ist immer auch eine schulmedizinische Fachperson hinzuzuziehen. Komplementärtherapie versteht sich eben wirklich als komplementär, also ergänzend zur Schulmedizin.
Besonderheit der Komplementärtherapie
Die Komplementärtherapie grenzt sich von vielen anderen Therapiemethoden dadurch ab, dass sie die Klient:innen als selbstkompetente, aktive Mitgestaltende des Therapieprozesses ins Zentrum stellt. Sie geht davon aus, dass der Weg zu einer Verbesserung der eigenen Situation oder zur Reduktion von Beschwerden in der betroffenen Person selbst angelegt ist.
Siehe dazu auch mehr unter meiner Haltung zu Körperarbeit im therapeutischen Kontext.
Methoden
Zur Komplementärtherapie gehören neben der Atemtherapie zum Beispiel Methoden wie Shiatsu, Polarity, Yoga, Kinesiologie, Craniosacral und noch viele mehr. Mehr Infos dazu finden sich auch unter OdaKT.
Übrigens
2021 und 2024 wurde durch das EMR der KAM-Bericht durchgeführt. Dieser zeigt, inwiefern komplementär- und alternativmedizinische Methoden in der Schweiz zum Einsatz kommen und wie deren Wirksamkeit durch die Bevölkerung eingeschätzt wird. Der aktuelle Bericht von 2024 kann hier nachgelesen werden. Ausserdem gibt es unter diesem Link ein informatives Booklet rund um das Thema Komplementärtherapie.
Kontaktaufnahme
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