Komplementäre Therapieformen sind ein sehr breites Spektrum an Disziplinen und Methoden, die primär auf anderen Modellen der Entstehung von Beschwerden und deren Lösung basieren als jene der Schulmedizin. Dabei ist besonders ein ganzheitlicher Ansatz zentral.

Im Unterschied zu schulmedizinischen Methoden oder klassischer Psychotherapie wird in der Atemtherapie fast nie nur geredet und es werden auch keine Medikamente verschrieben. Dafür wird der Körper als Ressource viel stärker ins Zentrum gestellt. Körpergedächtnis und Körperwahrnehmung, Imaginationen und emotionale Tiefe sind wichtige Grundpfeiler der Komplementärtherapie.

Das heisst, das Anliegen, welches ein:e Klient:in mitbringt, wird immer von verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, im weitesten Sinne in einen ganzheitlichen Kontext gestellt. Gerade bei Problemen, bei denen die Schulmedizin an Grenzen stösst (seien es chronische Beschwerden, Schmerzen, Stress, Körperbildstörungen und so weiter), können die komplementärtherapeutischen Methoden Impulse setzen, die Bewegung in das System bringen und im besten Fall zu dessen Lösung beitragen.

Bei akuten Schmerzen/Beschwerden oder auch chronischen Anliegen, die bisher nicht behandelt wurden, ist immer auch eine schulmedizinische Fachperson hinzuzuziehen. Komplementäre Therapie versteht sich eben wirklich als komplementär, also ergänzend zur Schulmedizin.

Zur Komplementärtherapie gehören neben der Atemtherapie zum Beispiel Methoden wie Shiatsu, Polarity, Yoga, Kinesiologie, Craniosacral und noch viele mehr. Mehr Infos dazu finden sich auch unter OdaKT.

Individualität

Die Komplementärtherapie unterscheidet sich von vielen anderen Therapiemethoden dadurch, dass sie die Klient:innen als selbstkompetente, aktive Mitgestaltende des Therapieprozesses ins Zentrum stellt.

Als Komplementärtherapeutin stelle ich keine Diagnose. Ich gebe auch keine Mittel oder Empfehlungen zur Lebensführung ab. Ich unterstütze meine Klient:innen auf dem Weg, ihr in ihnen selbst innewohnendes Potential zu entfalten. Die Komplementärtherapie geht davon aus, dass der Weg zu einer Verbesserung der eigenen Situation oder zur Reduktion von Beschwerden in der betroffenen Person selbst angelegt ist.

Komplementärtherapie ist absolut individuell und arbeitet nicht nach standardisiertem Verfahren. Das heisst, jede Person ist einzigartig und jeder Weg zur Lösung oder zur Veränderung ist dadurch ganz unterschiedlich. Sogar, wie ich meine eigene Gesundheit wahrnehme ist von Person zu Person völlig verschieden.

Das bedeutet, es braucht die Selbstkompetenz der Klient:in, um diesen (eben ihren) Weg gemeinsam zu beschreiten. Manchmal kann es zu Beginn der Therapie zentral sein, eben diesen Zugang zur Selbstkompetenz wieder zu erlangen. Seien sie also nicht eingeschüchtert, wenn sie denken «ich weiss doch gar nicht, was ich brauche». Genau darum kann es gehen: das herauszufinden.

Hier finden sich nähere Informationen zu den Methoden Atemtherapie sowie klinischer Sexualtherapie, welche ich in meiner Praxis anwende. Beide Arbeitsweisen können als körpertherapeutische Methoden bezeichnet werden.